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Neff in Bretten nutzt VSM und MTM

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Veröffentlicht am
22.10.2009
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Unternehmen & Projekte (66) > Wertstrom (7) > Neff in Bretten nutzt VSM und MTM
Im Juli 2005 konnten im Rahmen eines Pilotprojektes zwei MTM-Mitarbeiter und drei Mitarbeiter von Neff das Value Stream Mapping erfolgreich anwenden. Der Artikel beschreibt das Projekt.
Value Stream Mapping (VSM) ist eine Methode aus dem Toyota Production System (TPS) und bedeutet, den Wertstrom, also den Materialfluss und parallel dazu den Informationsfluss im Produktionsprozess darzustellen, wobei der Informationsfluss sowohl DV-technisch zentral als auch durch Materialbegleitpapiere erfolgen kann. Primäres Ziel von VSM ist es, Verschwendung zu vermeiden. Das geschieht durch Minimierung der Durchlauf- und Lieferzeiten infolge Verbesserung des Material- und Informationsflusses im Unternehmen und bei den Lieferketten.
Es gilt, Bestände abzubauen, Flächen zu reduzieren, den Transportaufwand zu minimieren und Nachbesserungen aufgrund von Fehlleistungen zu vermeiden. Im Juli 2005 konnten im Rahmen eines Pilotprojektes bei der Firma Neff in Bretten, einem Hersteller von Premiumherden innerhalb der BSH-Gruppe, zwei Mitarbeiter unserer Gesellschaft und drei Mitarbeiter von Neff das Value Stream Mapping erfolgreich anwenden.

Das Pilotprojekt erstreckte sich über drei Arbeitstage und wurde durch Prof. Fullmann, einem VSM- und Lean-Management-Experten aus Brasilien, moderiert. Prof. Fullmann ist fest davon überzeugt, dass Lean-Management erst mit MTM richtig funktionieren kann, da nur exakte Daten ein konsequentes VSM ermöglichen. Ausgesucht hatte man in der Herdfertigung den Bereich „Kleberei Türen inkl. Griffmontage“.

Nach einer Einführung in die Denkweise von VSM startete das Team mit einem Rundgang durch die gesamte Produktion, und zwar entgegen dem Material- und Informationsfluss. In Bretten hieß das, von der Verpackung der Herde bis zum Coil im Eingangslager. So lassen sich Staus und überflüssige Lager, Such- und Handlingsaufwand, ergonomische Unzulänglichkeiten, fehlende Teile usw. besser erkennen.

Danach wurde der ausgewählte Bereich ebenfalls entgegen dem Fluss genauer betrachtet  und qualitativ und quantitativ untersucht. Resultierend daraus wurde der Ist-Zustand des Ablaufes mit den aufgenommenen Zeitdaten in einer Prinzipzeichnung gemäß Value Stream Mapping dargestellt (siehe Bild 1). Zur einfachen Visualisierung werden spezielle Symbole verwendet. Der Informationsfluss wird durch gerade Linien bzw. durch Blitze dargestellt. Die Dreiecke kennzeichnen die Materialpuffer, die Kästen beschreiben den Montagevorgang (z.B. Kleben, Montieren) mit Daten wie Zykluszeiten, Nacharbeit, Rüstzeiten usw. Dazu kommt die Zeitlinie (im Bild oben und unten für jeweils eine Variante) welche sowohl die Pufferzeit als auch die Zykluszeit darstellt.

 
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