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OEM und Zulieferer ziehen an einem Strang

Wertstrom und MTM bei Miele und externen Lieferanten

Hartmut Scharner und Daniel Bösche, Miele/Gütersloh
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Veröffentlicht am
30.11.2010
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Unternehmen & Projekte (66) > Wertstrom (7) > Wertstrom und MTM bei Miele und externen Lieferanten
Mit der Wertstrommethode und MTM werden im Miele-Werk in Gütersloh Potenziale erkannt und Prozessverbesserungen umgesetzt. Der Artikel beleuchtet den Wertstrom bei der fertigung und Montage von Haushaltsgerätesockeln näher.
Der Einkauf von Zulieferteilen und von Montagetätigkeiten mit zum Teil geringem Fertigungs-Know-how erfolgt heute bei den OEM’s üblicherweise weltweit nach Kostengesichtspunkten. Dabei haben es die Zulieferer hierzulande aufgrund des Lohnniveaus oftmals schwer, sich zu behaupten. Wenn jedoch OEM und Zulieferer gemeinsam nach wirtschaftlich und technisch günstigen Lösungen suchen, kann der deutsche Zulieferer in Verbindung mit den Vorteilen der Standortnähe seine Position festigen.
Der Bereich „Operating Intelligence (OI)“, angesiedelt im Industrial Engineering des Miele-Werkes Gütersloh, untersucht unter anderem mit der Wertstrommethode und MTM den Produktionsfluss einzelner Bauteile und ganzer Baugruppen. Diese Betrachtungen werden entlang der Prozesskette von den Rohteil-Lieferanten bis zum Endmontageband oder dem Fertigwarenlager durchgeführt. Im vorliegenden Wertstrom werden Fertigung und Montage von Haushaltsgerätesockeln für Trockner und Waschmaschinen betrachtet.


Die Fertigung der Einzelteile erfolgt in den Miele-Werken in Lehrte und Warendorf und bei verschiedenen Zulieferern. Die Montage der Sockel erfolgt dann bei einer externen Firma aus Gütersloh als Lohnmontage. Die Ergebnisse der Untersuchung werden nachstehend dargestellt.

Die ca. 30 cm hohen Sockel (siehe Bild 1) sind als Zubehör für Wasch- und Trockenautomaten über den Fachhandel erhältlich. Sie dienen als Unterbau für die Maschinen und ermöglichen ein ergonomisches Be- und Entladen der Wäsche. Zusätzlich ist eine Schublade integriert. Sie kann als Stauraum für Waschmittel oder Ähnliches genutzt werden.
Bei der Darstellung und Betrachtung des Wertstromes zeigte sich ein hohes Verbesserungspotenzial der manuellen Montage des Sockels. Mit MTM wurden der Arbeitsablauf, die Arbeitsplatzanordnung, die benötigten Vorrichtungen und die Konstruktion des Sockels in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des externen Lieferanten optimiert. Zusätzlich wurde die Qualität des Bauteils gesteigert. Durch Festlegung des Abstandes der Klebstoffraupe zur Außenkante wird ein Herausquellen von überschüssigem Klebstoff bei der Pressung verhindert, der Materialeinsatz reduziert sich pro Gerät um ca. 1,– Euro. Weitere Vorteile liegen in geringerem Ausschuss durch weniger Nacharbeit und Teilehandling im gesamten Montageablauf.

 
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