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Wirkungsvoller als Nachbesserung

MTMergonomics® für Risikoanalysen mit EAWS

Dr. Steffen Rast, Fachreferent Ergonomie, Deutsche MTM-Gesellschaft
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Veröffentlicht am
05.11.2011
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Mit MTMergonomics® werden bereits in der Konzeptphase der Fertigungsplanung körperliche Belastungen erkannt und bewertet. Wie das funktioniert, lesen Sie im folgenden Artikel.
Ergonomische Arbeitsgestaltung ist in frühen Projektphasen am effizientesten, da der Gestaltungsspielraum hier noch am größten ist. Daher sollte versucht werden, möglichst früh mit MTMergonomics® in Verbindung mit Planungsanalysen bzw. unternehmensspezifischen Datenkarten zu beginnen. MTMergonomics® ist ein offenes Softwaremodul der TiCon®-Familie zur Erstellung ergonomischer Risikoanalysen von Tätigkeiten bzw. Arbeitssystemen. Diese Software ermöglicht, bereits zum Planungszeitpunkt körperliche Belastungen zu prognostizieren. Grundlage dafür sind die mit MTM-Prozessbausteinen modellierten Prozesse. Am Anfang unserer standardisierten Vorgehensweise steht die Standortbestimmung, die nachstehend beschrieben wird.

Bei der Gestaltung von Arbeitssystemen und Arbeitsabläufen sind gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. So sind u.a. entsprechend den EU-Rahmen-und Maschinen-Richtlinien (89/391/EWG und 98/37/ EG, 2006/42/EC; z.B. EN614, Anlage A) ergonomische Risikoanalysen vom Konstrukteur bzw. Maschinenhersteller als auch eine Gefährdungsbeurteilung vom Arbeitgeber gefordert.

European Assembly
Worksheet (EAWS)

Durch langjährige Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt (IAD) und der MTM-Organisation entstand das Softwaremodul MTMergonomics®. Kooperationen mit der deutschen und italienischen MTM-Vereinigung bezüglich der Einführung von MTMergonomics® bei der FIAT Group führten zur Entwicklung von EAWS (European Assembly Work-Sheet), das den Belastungssituationen in der Automobil-, Elektro- und Zulieferindustrie gleichermaßen gerecht werden soll. Mit dem EAWS (gemeinschaftliche Entwicklung vom International MTM Directorate und IAD) steht erstmalig ein Ergonomiewerkzeug zur Verfügung, das

  • Körperhaltungen
  • Aktionskräfte
  • Lastenhandhabungen und
  • kurzzyklische / repetitive Belastungen

einer gemeinsamen summarischen Bewertung in Form von zwei Ampeln nach EN614 zuführt. Ein wichtiges Ziel der ergonomischen Arbeitsgestaltung, die ganzheitliche Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Arbeitsbedingungen, lässt sich nur umfassend realisieren, wenn bereits in der Planungsphase eines Arbeitsplatzes oder Arbeitssystems ergonomische Erkenntnisse angewendet werden. Deshalb ist die prospektive Ergonomie wirkungsvoller und effizienter als eine Nachbesserung mittels korrektiver Ergonomie.

 
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