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Drei Montagekonzepte – ein Planungstool

Dolmar in Hamburg plant mit MTM und TiCon

Nikolaus Wolf, Leiter Arbeitsvorbereitung, Dolmar GmbH, Hamburg
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Veröffentlicht am
20.05.2009
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Unternehmen & Projekte (66) > Arbeitsmethode (5) > Dolmar in Hamburg plant mit MTM und TiCon
Weltweit wird die Technik des Motogeräteherstellers Dolmar genutzt. Das Hamburger Unternehmen setzt nach intensiver Ausbildung der Mitarbeiter auf MTM-Datenstrukturen in der Montage sowie der mechanischen Fertigung. Durch drei unterschiedliche Montagekonzepte wird ein Höchstmaß an Flexibilität erreicht, was sich in vielen Bereichen positiv auswirkt.

Kalkulationsdaten
bereits in der
Prototypen-Phase

Karsten Hedder, bei Dolmar in der Arbeitstechnik unter anderem mit der Anwendung von
MTM betraut, beschreibt die Vorgehensweise bei der Einrichtung eines neuen Montagebandes folgendermaßen: „Bereits in einer sehr frühen Phase des Entwicklungsprojektes Motorsäge PS-420 haben wir uns mit der Gestaltung und Bewertung der Montageprozesse für diesen neuen Typ auseinandergesetzt. So hatten wir schon ab der Prototypenherstellung genaue Kalkulationsdaten zur Verfügung. UAS ist aus meiner Sicht einfach zu handhaben. Man ist unabhängig vom Werker und vom existierenden Produkt und es kann vorausschauend geplant werden, wobei TiCon® das Handling der Daten übersichtlich und komfortabel macht.  Auch zur Arbeitsgestaltung wird MTM erfolgreich eingesetzt, wobei unsere Betriebsmittelkonstruktion und -fertigung uns zeitnah bei der Erstellung neuer Montageeinrichtungen und Hilfsvorrichtungen nach unseren Anforderungen unterstützt.

“ Bei Dolmar hat man sich vor zehn Jahren von der klassischen Fließbandmontage teilweise verabschiedet und auf neue Montagekonzepte gesetzt. Angefangen wurde mit dem Ein-Stück-Fluss- Konzept. Die Montagelinie wird dabei so aufgebaut, dass der Mitarbeiter am ersten Arbeitsplatz beginnt, das Produkt von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz mitnimmt, um es am letzten Arbeitsplatz zu komplettieren und an die Prüfstände zu übergeben. Das bedeutet, der Mitarbeiter montiert die Motorsäge vom Anfang bis zum kompletten Gerät und zeichnet für dieses verantwortlich. Er muss also die Arbeitsinhalte von jeweils rund einer Minute modellabhängig an zehn bis fünfzehn Arbeitsplätzen beherrschen. Dieses System ist hochflexibel, da man entsprechend dem Bedarf die erforderliche Anzahl an Mitarbeitern einsetzen kann. Für den Mitarbeiter ergibt sich der Vorteil, dass er seine Arbeitszeit innerhalb sehr weit gesetzter Grenzen selbst bestimmen kann, da er unabhängig von anderen arbeiten kann.
Dieses Konzept wird derzeit bis zu einer Stückzahl von ca. 8.000 Ein- heiten/ Monat in zwei Schichten genutzt. Mit dem ebenfalls realisierten Konzept der Zellenfertigung wird der Ein-Stück-Fluss etwas aufgelöst bzw. entzerrt. Hierbei hat der Mitarbeiter nicht alle, sondern nur einen Teil des gesamten Montageinhaltes zu bewältigen. Die Montagenester sind zellenförmig aufgebaut und beanspruchen auch weniger Platz.
 
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